Produkthaftpflicht
Ein fehlerhaftes Produkt kann Menschen verletzen oder fremde Sachen beschädigen. Die Produkthaftpflicht ergänzt den betrieblichen Haftpflichtschutz für solche Ansprüche aus hergestellten oder vertriebenen Waren.
Wenn ein Produkt Schaden verursacht
Ein technisches Gerät überhitzt und beschädigt Eigentum. Ein Akku wird gefährlich oder ein Spielzeug enthält problematische Bestandteile. Auch verunreinigte Lebensmittel können Menschen schädigen. Die Haftpflicht prüft Forderungen wegen der Folgen eines Produkts. Sie verhindert weder den Fehler noch einen möglichen Imageschaden.
Hersteller und Händler haben unterschiedliche Risiken
Wer entwickelt, produziert, importiert oder verkauft, braucht eine Beschreibung seiner tatsächlichen Rolle. Material, Einsatzgebiet und mögliche Schäden unterscheiden sich stark. Ein Gerät mit Stromversorgung stellt andere Fragen als ein Lebensmittel. Geben Sie Ihre Produktpalette vollständig an und melden Sie wesentliche Änderungen, bevor neue Waren vertrieben werden.
Rückruf und Haftung getrennt betrachten
Ein Produktrückruf kann hohe eigene Kosten auslösen. Diese Kosten sind nicht automatisch durch die Produkthaftpflicht gedeckt. Prüfen Sie, ob dafür ein besonderer Schutz nötig ist und welche Schäden an Dritten die Haftpflicht trägt. Auch Deckungssumme, Liefergebiete und vertragliche Ausschlüsse müssen zu Ihren Produkten passen.
Für wen
- Hersteller und Händler
- Betriebe mit eigenen oder importierten Produkten
Wichtig zu wissen
- Rückrufkosten gesondert prüfen
- Produktänderungen und Liefergebiete angeben
Beratung und Vergleich
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